Schutzdienst

Die Schutzhundarbeit auf den Hundeplätzen ist eher ein Spiel mit einer Beute, die an einem Menschen festgemacht ist. Der Hetzarm, in den der Hund beisst, ist das wirkliche Objekt der Begierde. Ist er erbeutet, ist der Mensch dort meistens ziemlich uninteressant. So ist der Schutzdienst eher ein Beute-rangeln als ein Hetzen auf Menschen. Entscheident dabei ist der positive Aspekt, dass sich der Hund trotz seiner hohen Trieblage immer noch von seinem Hundeführer kontrollieren lässt.

Die Grundübungen im Schutzdienst sind:
Streife nach dem Scheintäter:
Hier werden bis zu sechs Verstecke auf Kommando des Hundeführers vom Hund angelaufen um nach dem Scheintäter zu suchen.

Stellen und Verbellen:
Hat der Hund den Scheintäter gefunden, muss er ihn stellen und anhaltend verbellen.

Flucht und Abwehr:
Der Hundeführer durchsucht den Täter und entfernt sich von ihm. Der Täter versucht zu flüchten. Der Hund muss ihn durch festhalten am Hetzarm an der Flucht hindern, um ihn dann, sobald er stillsteht, mit oder ohne Kommando wieder los zu lassen.
Dann versucht der Täter den Hund anzugreifen. Er bekommt mit einem weichen Stock (aus Schaumstoff und Leder) zwei Schläge, die eine Abwehrhandlung des Täters darstellen sollen. Wieder muss der Hund beherzt angreifen und den Täter am Hetzarm festhalten, bis er stillsteht, um ihn dann wieder los zu lassen

Transporte:
Rücken- und Seitentransporte sind die Teile des Schutzdienstes, in denen Hund und Hundeführer den Helfer transportieren, d.h. abführen oder vor sich her gehen lassen. Der Hund hat die Aufgabe, den Täter zu bewachen, dabei aber im Gehorsam "bei Fuß" zu gehen und nur im Falle eines Angriffs tätig zu werden.

Das Einholen:
Der wohl spektakulärste Teil des Schutzdienstes, bei dem der Hund eine etwa 70 - 80 m lange Strecke zurücklegt um den Scheintäter zu stellen und festzuhalten. Viele Hunde fliegen direkt in den angebotenen Hetzarm. Für den Zuschauer eine tolle Vorstellung, für den Hund ein reines Beutespiel. Auch diese Übung endet mit Gehorsam, der Hund hat bei Stillstand des Helfers die Beute sofort loszulassen, der Täter wird vom Hundeführer entwaffnet, zum Richter transportiert und übergeben.

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Für den Hund ist der Schutzdienst eine gute Möglichkeit seine ihm angeborenen Triebe auszuleben und beim Rangeln um die Beute Aggessionen abzubauen.